Skip to content

Der Bewerbungsberater warnt….

8. September 2015

…vor schlechten Bewerbungsratgebern, und zwar folgendem: Diese Trickersereien sind bei Bewerbungen erlaubt.

Konkret warne ich vor den letzten beiden Tipps im Video (im Übrigen ein arger Euphemismus für diese unkreative Collage von Symbolbildern):

  • Lücke im Lebenslauf? Ausgeübte Jobs verlängern
  • Das Wort „Arbeitslosigkeit“ durch „Weiterbildung“ ersetzen.

Mut zur Lücke statt Mut zur Lüge

Wer für sich effektiv wirbt, stellt sich ins beste Licht. Das Aufhübschen stellenrelevanter Details gehört zu diesen erlaubten Darstellungsformen. Eine Reise kann in der Tat als Kulturtrip aufgewertet werden. Vorausgesetzt die Reise fand statt. Dann basiert die Darstellung auch auf einem wahren Ereignis – und ist erlaubt. Wer allerdings seinen ausgeübten Job verlängert,  verändert die – zeitlichen – Tatsachen. Er vergrößert willkürlich seine Berufserfahrung (immerhin eine Kategorie für die Gehaltseinstufung). In anderen Wort: Die Person lügt, sie täuscht. So ein Vertrauensbruch rechtfertigt in der Regel die fristlose, verhaltensbedingte Kündigung, Je nach Schwere der Täuschung auch nach der Probezeit. Sollte die falsche Angabe auch Einfluss auf die Gehaltsanpassung gehabt haben, kann der Arbeitgeber auch das zuviel gezahlte Gehalt zurück fordern.

Ich rate von solchen Spielchen deshalb stikt ab. Die Lücke gehört zum Lebenslauf und wenn die Lücke wegen Arbeitslosigkeit besteht, schreibt der Bewerber das eben so hin: Arbeitsuche oder berufliche Orientierung. Bei kurzen, sogenannten Sucharbeitslosigkeiten (bis zu drei Monaten), empfehle ich den Mut zur Lücke.

Weiterbildung ist kein Synonym für Arbeitslosigkeit

Wer sich während der Arbeitslosigkeit weiter gebildet hat, kann natürlich die Weiterbildung im Lebenslauf angeben. Sofern sie stattfand. Eine erfundene Weiterbildung hingegen ist eine Lüge. Erfindet der Bewerber im Rahmen dieser Weiterbildung auch noch neue Fachkompetenzen, nähert er sich der Schwelle zum Betrug. Weiterbildung als Wortersatz für Arbeitslosgkeit zu verwenden, ist schlichtweg geistiger Dünnschiss. Bewerber, die sich daran halten, handeln gefährlich,

Zielführend: Selbstreflexion statt Trickkiste

Allein die Überschrift dieses Express-Artikels sollte einen schon stutzig machen. Wer fürs Bewerben in die Trickkiste greifen muss, verwechselt Bewerben mit Schauspielerei. Ein glaubwürdiger Bewerber spielt aber einfach nur seine eigene Rolle. Um sie gut zu spielen, ist Reflexion notwendig – und keine Trickserei.

Advertisements

From → Strategie

Schreibe einen Kommentar

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: